Goldene Tipps für Unternehmer und Existenzgründer - Nachbetrachtung

 

In Kooperation mit der Union Mittelständischer Unternehmen – UMU – einem der großen deutschen Mittelstandsverbände organisierten der ABOS-CONWORKS Aufsichtsratsvorsitzender Gerhard Engel und vier südbayerische ABOS-CONWORKS-Partner einen Informationsabend für Unternehmer und Existenzgründer am 18.11.2010 in Ingolstadt. Nachdem Gerhard Engel mit einer Vorstellung des ABOS-CONWORKS-Netzwerkes und Hinweisen zur stützenden Funktion der KMU in der Finanz- und Wirtschaftskrise  in  das  Thema   eingeführt  hatte, hielt UMU-Präsident Hermann  Sturm  ein  Grußwort.    Darin wies  der  Präsident  auf  die  Bedeutung      des Mittelstands  und  von  Existenzgründungen  für die deutsche Wirtschaft hin. Es folgten vor 35 äußerst aufmerksamen Besuchern in eineinhalb Stunden vier Fachvorträge, in denen die vier ABOS-Qualifizierungsgebiete Führung, Ressourcen, Finanzen/Rating und Marketing/ Vertrieb behandelt wurden.
 
Den Auftakt machte Lokalmatador Kurt Mosen, der im Tagungsort, einem Existenzgründerzentrum, selbst mit einem Büro residiert. Er konnte profund in die Entwicklungen der Boomregion Ingolstadt einführen und legte deutlich dar, dass Unternehmertum den permanenten Wandel berücksichtigen und in die eigenen Aktivitäten integrieren muss. Gerade die hoffentlich überstandene große Finanz- und Weltwirtschaftskrise habe deutlich gemacht, dass stete Innovation erforderlich sei. Anhand von anschaulichen Bildern stellte Kurt Mosen verschiedene Möglichkeiten für eine Marktpositionierung von KMU dar.
 
Arno Rödel aus Augsburg positionierte sich mit seinem Vortrag als Experte für Führungsthemen. Mit seinen grafischen Darstellungen konnte er deutlich machen, wie der Weg vom Steuern zum eigentlichen Führen verlaufen sollte. Dabei komme es darauf an, von Spät-Indikatoren, wie Kennzahlen oder Umsatz, verstärkt zu den Vorboten und sogar, wie Rödel es bezeichnet, zu Ur-Indikatoren zu kommen. Dabei gehe es letztlich um die Orientierung an den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und an den Kunden im Tagesgeschäft.
 
Den im Beratungsgewerbe oft unterrepräsentierten weiblichen Akzent setzte Ingrid Gartmayr, München, mit ihrem praxisnahen Vortrag zur Mitarbeiterentwicklung. Da sie den Satz „Mitarbeiter sind die wertvollste Ressource“ ernst genommen und mit Leben gefüllt sehen will, legte sie ihren Schwerpunkt auf das Thema Motivation. Dabei beschrieb sie zunächst „Hygienefaktoren“, die eher extrinsischer (von außen her) Natur seien und zumindest nicht unzufrieden machen sollten, wie etwa die Entlohnung und Arbeitsbedingungen. Entscheidend seien aber die intrinsischen Motivationsmomente, allen voran Eigenverantwortung, Erfolgserlebnisse und Spaß.
 
Betriebswirt Josef Wenzl, ebenfalls München, war zuständig für die harten Zahlen. Mit viel Fachkenntnis machte er deutlich, was Banken warum finanzieren oder auch nicht. Und dann erläuterte er, worauf es bei einem Unternehmen ankommt, um mit einem Kreditbedarf bei einer Bank landen zu können. EBITDA und Cash-flow konnten die Besucher am Ende genauso buchstabieren wie sie wissen konnten, mit welchen Sicherheiten man bei der Bank punkten kann. Wichtig war Wenzl auch deutlich zu machen, wie ein Unternehmen bevorstehende Umsatz-und Ertragseinbrüche erkennen und dann auch reagieren kann.
 

Dass der Abend in Ingolstadt bei den Gästen sehr gut ankam, zeigte sich auch daran, dass keiner die Veranstaltung vor dem offiziellen Ende um 21.30 Uhr verließ, vielmehr fast alle noch bei Getränken und Imbiss in lockeren Runden bei intensiven Gesprächen länger beisammenstanden.